Friedfisch Ultraleicht Zielfisch

Barbe, einer der stärksten Friedfische!

Foto 2

Gibt es auch zahme Fische?

Von Tom Grobecker

Die Frage sollte ja eigentlich berechtigt sein, wenn man bedenkt wie schwierig es doch teilweise ist mit Fischen Fotos zu machen. Manchmal hat man das Pech, dass sich der Fisch damit einfach nicht einvernehmlich zeigt und versucht sein Lampenfieber daraufhin in seinem Gewässer zu ertränken.
Bei Barsch, Zander etc. wird es wohl nicht so heftig sein, aber es gibt bei Forellen, Döbel und vorallem Äschen doch schon viele Querulanten.
Und man ärgert sich einfach, wenn das Bild nicht stimmt, auch wenn  es nur Kleinigkeiten sind die nicht stimmen sollten.

 

Mein Gewässer beherbergt viele verschiedene Arten und darunter auch noch ein paar räuberisch interessierte Friedfische.
Welcher Raubfischer würde dann nicht gerne mal versuchen sowas ans Band zu bekommen um ebenfalls den Specieman Huntern näher zu kommen.
Ein Kollege aus meinem Verein hat mir diesen Fisch dann letztendlich durch seine zahlreichen Fänge beim ansitzen schmackhaft gemacht und jetzt wollte ich natürlich mal mein Glück probieren.

 

Und (Schande über mich :P) ich habe mich mit ihm zu einer Session verabredet, mit Rutenhalter, Stuhl… Was mich dazu geritten hat weiß ich immer noch nicht so ganz, denn ich bin jemand der die Füße nicht stillhalten kann. Jedoch gab es dafür auch keinen Grund denn meine Rute neigte sich nach geschätzten 10 Sekunden zum Wasser als ich meinen Kumpel fragte:” Wie lange dauert das jetzt so?”.
“Wie lange dauert das jetzt so?”
Ich hatte direkt ein schönes Kraftpaket dran und im Kescher zeigte sich die erhoffte Barbe.
Es folgten noch ein paar bei meinem Freund und mir, somit konnten wir den Angeltag erfolgreich Beenden.
Als ich die Barbe beim Ansitzen gefangen habe, freute ich mich tierisch. Meine erste Barbe. Aber als ich mir die Fotos nochmal anguckte von der Tour dachte ich:” Ne, Tom… Dass geht nicht, hast alles mit Kunstköder gefangen und bei den Friedfischen muss ich mich jetzt hinter der Maskqerade des Ansitzen verstecken? Nein..”  Ich beschloss also die Barben bei uns mit Kunstköder zu fangen, selbst wenn es nur eine ist und/oder kleiner.

 

Es war mir als Spinnfischer einfach wichtig.

Also ging es die nächsten Tage an die Barben-Stelle die wir zuvor erfolgreich befischt hatten. Allerdings ohne Erfolg bis auf ein paar Forellen.
“Hmmm… Was ist mit den Barben los?” Dachte ich mir, gibt doch viele die gezielt darauf angeln oder mal Beifänge haben.
Aber sie ignorierten einfach alles was ich ihnen Offerierte. Schon etwas niederschmetternd die ganzen Schwärme zu sehen ohne etwaige Rückmeldung zu erhalten.
Foto 5

 

Aber ich fing ja gerade erst an, und redete mir sie erste Tour dann doch noch ganz schön, wäre auch etwas viel verlangt schon bei dem ersten Kunstköderversuch eine Barbe zu erwarten.
Die nächsten Touren waren auch nicht von Erfolg gekrönt, ich fischte so wie immer, nur in anderen Tiefen nach der Devise, wenn es Forellen, Äschen und Döbeln schmeckt sollten die Barben noch auch interessiert sein… Oder etwa nicht?
Nenene, zumindest bei mir nicht.

 

Lipless Crankbait! Zu dieser Zeit habe ich mir mal einen von Ecogeat geholt um der Idee ne Chance zu geben. Ich hing ihn dann zum Ende meines Angeltags nochmal ein und fischt in einer strömungsarmen Mulde unter einer Brücke. Auf einmal:” Ja geil,(Sarkasmus an), was ein cooler Köder, 1. Wurf und direkt Hänger, 10€+ für die Tonne.”
Also versuchte ich ‘das Zeug’ was ich dann dran hatte zu mir zu ziehen.
Daraufhin sehe ich im Flachen eine große Finne und änderte prompt meine Einstellung zum Köder und ‘Drill’ als sie näher kam wurde ich Nervös wie sonst nie, ob es einfach daran gelegen hat, dass sie nicht die kleinste war oder, dass das mein Erfolgsfisch seien könnte kann ich nicht genau sagen aber Power hatte dieser Fisch ohne Ende und ich war schon ne Zeitlang mit ihm beschäftigt bevor es endlich hieß, SAFE. Der Brocken war gelandet und ich bekam das Strahlen garnicht mehr aus dem Gesicht, der Anfang ist gemacht.

 

Foto 3
Nach abgeschlossenem Vorhaben widmete ich mich wieder den Forellen und probierte ein paar Wochen später zum ersten mal Skirted Jigs aus.
Bei der ersten Skirted Jig Tour gab mit einem Kollegen eine beachtliche Strecke von Forellen, aber auch fast nur auf Skirted Jig mit Trailer. Der lose Trailer am Jigkopf fing überhaupt nichts. Daher dachte ich diesem Köder, dass dieser doch optimal für Barbe seien müsste.
Ich ging erneut den Bereich ab, wo ich meine erste Raubfisch-Barbe gefangen habe und wieder dachte ich zuerst an einen Hänger als ich in einer Tiefen Rille/Gumpe Kontakt aufnahm. Als ich dann allerdings den goldenen Schimmer sah, war mir bewusst: Das ist die zweite Barbe, geil! Foto gemacht und ab dafür.
Bei den Letzten guten Wetterbedingungen, also von normalen Leuten ausgegangen die Sonne mögen, verschlug es mich dann mal mit einer UL-Rute an mein Gewässer und ein paar neuen Ködern in der Tasche. Ich bin nämlich ein Freund von Regen, egal ob kalt oder warm, mit Regen fange ich immer besser.

 

Auf Forelle lief wie zu erwartend nicht so viel, ‘gutes Wetter’ mag mich nicht. Also beschloss ich erneut eine tiefere Strömungsarme Sandaufschüttung aufzusuchen die vor starker Strömung liegt. Mein Köder war ein 2er Flash J mit einem orangenem Bleikopf.
oranger bleikopf
Lustig, ausgerechnet in Hamburg als ich Urlaub gemacht habe wurde ich bestens für Barbe und Forellen beraten, Thaddäus mein Freund du hast noch was gut bei mir 😀 Eigentlich etwas ungewöhnlich bei solchem Wetter, auch war es das erste mal, dass ich mit farbigen Köpfen gespielt habe. Aus der Entfernung sah ich eine schicke Barbe und versuchte sie möglichst genau anzuwerfen. Geradewegs als ich den Köder zu ihrem Maul führte schnappte sie zu! Der Drill an der UL-Rute war echt nervenzerreissend weil ich sie irgendwie von der unteren Strömung fernhalten musste. Es verlief alles gut und ich konnte erneut ein nettes Bild machen.
Foto 1
Aber wie war das jetzt eigentlich mit dem Anfang, ich sagte ja zahme Fische.. Ich zumindest hatte es noch nicht erlebt, dass sich eine Barbe, nach der eingesehenen Niederlage noch über die Umstände beschwert hat. Sie waren alle unglaublich fotogen, gut zu händeln, still und gestunken oder großartig geschleimt haben sie auch nicht. Das macht die Barbe zu meinem Liebling in der Friedfisch-Szene. Ein einzelnes Kraftpaket was gerne die ganzen Sachen etwas lockerer sieht und nicht so verkrampft ist.
Sie sind ebenfalls sehr neugierig, alle Köder die mir selbst noch etwas neu waren, wurden schnell von ihnen wahrgenommen und probiert.

 

Es kann sehr gerne Hell-Frequent sein,  bunt und beweglich in Form eines Skirts oder orange/gelb etc. als Jigkopffarbe. Ganz wichtig ist einfach aufzufallen.
Die besten Erfolge erzielte ich bei Sonne und Temperaturen von über 20 grad. Sie stehen meistens in strömungsarmen Bereichen, zumindest die beisswilligsten bei mir, welche mit Gumpen und abfallenden Aufschüttungen zusammentreffen.
Wichtig ist noch, dass der Köder immer in Grundnähe ist oder direkt am Boden, das erleichtert den Barben die Nahrungsaufnahme durch das Untenständige Maul, deshalb sind die Bisse auch meist wie Hänger, da sie sich den Köder gemütlich einschlürfen. Also aufpassen bei den nächsten Touren 😀
Es sind wirklich super angenehme Fische und ich glaube, dass ich bald mal wieder auf sie angeln werde.

Die richtigen Köder für Barben findest du in der UL Box!

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