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Erfolgreich Raubfisch Angeln mit Crankbaits

Angeln mit Crankbaits

Mit Crankbaits zum Erfolg

Von Dennis Siever

Einmal einkurbeln bitte! Wie führt man Crankbaits und was kann man damit fangen?

Spätestens seit meinem letzten Artikel, hier auf dem Blog, mit dem Titel Angeln mit Twister, ist es kein Geheimnis mehr, dass ich ein Freund einfacher Angelmethoden bin. Als junger Familienvater wird die Zeit am Wasser nicht mehr und die kurzen Ausflüge ans Gewässer müssen sinnvoll genutzt werden. Bitte versteht mich an dieser Stelle nicht falsch – das Angeln mit modernen Techniken und Finesse- Methoden macht durchaus auch mir großen Spaß. Bei meinen regelmäßigen Kurztrips verzichte ich allerdings auf`s Ausprobieren und setze auf Bewährtes.

engl. “to crank = einkurbeln” 

Wer einen Blick in meine Köderkiste wirft, wird dort vor allem so genannte Crankbaits finden. Der Name Crankbait kommt wie so ziemlich alles beim modernen Spinnfischen aus dem englischsprachigen Raum – to crank = kurbeln/ bait= Köder. Es handelt sich also um einen Köder, der eingekurbelt werden soll. Streng genommen sind somit allerdings alle Köder Crankbaits, denn eingekurbelt werden sie in der Regel ja alle.

Unter der Bezeichnung versteht man allgemein aber mittlerweile eine ganz spezielle Wobblerform, die äußerst einfach zu führen und gleichzeitig enorm fängig ist – quasi der Spinner unter den Wobblern. In der Regel handelt es sich um einen dickbauchigen Köder mit Tauchschaufel, der auch unter leichtem Zug starke Vibrationen erzeugt. Einige Cranks haben im Innern ein spezielles Kugelsystem, das die Köder zu wahren Weitwurfwundern macht. Bei vielen Modellen erzeugen kleine Kugeln oder auch bestimmte Rasseln im Innern Geräusche unter Wasser. Es gibt aber auch stille Vertreter, die allein durch ihre Vibrationen auffallen.

Wie es bei Kunstködern üblich ist, gibt es auch Crankbaits in allen erdenklichen Farben und Größen. Für unsere heimischen Räuber teile ich die Größen für euch als Orientierung kurz dem jeweiligen Zielfisch zu:

Größe – Zielfisch
2-4cm | Barsch, Döbel, Forelle, Aland

4-8cm | Barsch, Rapfen
8-12cm | Zander, Hecht
12-xcm | Hecht, Wels

Diese Tabelle dient natürlich nur als Anhaltspunkt. Ich habe mit winzigen Crankbait auch schon größere Hechte gefangen. Genauso habe ich mit einem 12cm langen Crankbait auch schon Döbel, Rapfen und Barsche gefangen. Aber das ist doch auch das Schöne beim Angeln. Wie langweilig wäre Angeln ohne Überraschungen und spannende Beifänge?!

Was die Führung eines Crankbaits angeht, so kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Die Vibrationen des Köders sind häufig so stark, dass wir diese bis ins Handteil der Rute spüren. Wenn der Köder Kraut oder ähnliches eingesammelt hat, spüren wir dies in der Regel sofort und können handeln. Nach dem Auswerfen können wir den Köder in verschiedenen Geschwindigkeiten stumpf einholen oder sogar durch kleine Schläge zum ausbrechen bringen.

Hin und wieder sind auch kurze Stopps von Vorteil. Manchmal knallt es genau in einer Pause. In der Regel bleiben die Räuber aber beim einfachen Einkurbeln hängen – ein Grund, warum ich Crankbaits gerne vom Boot bei einem Platzwechsel zum Schleppen auslege. Damit die Fische sich besser selbst haken und den voluminösen Köder gut packen können, empfiehlt es sich, ein Rute mit etwas weicherer Spitze zu nehmen. Bei zu straffen Ruten verpufft dieser Selbsthak- Effekt.

Da Barsche zu den Hauptabnehmern von Crankbaits in allen Größen gehören, kann eine zu harte Rute dazu führen, dass das zarte Pergament- Maul der Barsche zerreißt und der Fisch ausschlitzt. Deshalb nutze ich hier im Vergleich zu einer klassischen Gummifischrute eher weiche Ruten mit sensibler Spitze. Scharfe Haken sind natürlich Pflicht. Und wo wir gerade bei Haken sind – um vor allem den kleineren Fischen Drillinge im Maul UND den Augen zu ersparen, bietet es sich an, die kleinen Kunstköder mit Einzelhaken ausstatten oder aber den Bauchdrilling zu entfernen. Zwei Drillinge an einem winzigen Wobbler sind meiner Meinung nach nicht notwendig.

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Je nach Einholgeschwindigkeit und der Neigung der Tauchschaufel laufen Crankbaits auf einer bestimmten Tiefe. Wer an seinem Gewässergrund größere Hindernisse und Ködergräber ausschließen kann, sollte es mal mit Crankbaits versuchen, die eigentlich zu tief laufen und ständig mit ihrer Schaufel am Grund kratzen. Zwischendurch kann man auch hier wieder Pausen einlegen, in der ein schwimmender Wobbler langsam nach oben steigt. Diese Methode hat mir schon viele Fische ans Band gebracht. Die am Grund kratzende Schaufel schützt die hinteren Haken zusätzlich vor Hängern.

Da die meisten Crankbaits in der Regel deutlich weiter als die meisten Twitchbaits fliegen, bieten sie sich vor allem an Stellen an, an denen die Fisch etwas weiter draußen stehen . Und weil sie nicht nur einfach zu führen sondern auch noch extrem erfolgreich sind, sollten keine in euren Boxen fehlen.

Crankbaits findest Du auch immer wieder in der MyFishingBox

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Kommentare

  • Schöner Artikel
    Sehr gut geschrieben, und sehr hilfreich für einsteiger wie mich,Gerade die Tipps für das richtige tackle kann ich gar nicht genug bekommen. Die einzige frage die sich mir noch stellt, riskiert man nicht sehr viele fehlbisse durch den Wechsel auf Einzelhaken?
    Mfg Stefan Bubath

    • Vielen lieben Dank :) Ehrlich gesagt riskiere ich persönlich lieber mal einen Fehlbiss, als kleinere Fische zu verangeln. Bei einem Spinner hat man auch nur einen Drilling oder bei einem Gummi mit Jigkopf nur einen Einzelhaken und die Fische lassen sich auch haken. Also, meiner Meinung nach brauchst du da keine Angst zu haben. Viel Spaß beim Angeln und stramme Leine am Wasser

      • Hallo Dennis,

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        Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für Deine Beteiligung!

        Beste Grüße
        Patrick Schnabel

    • Hallo Stefan,

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      Patrick Schnabel

  • Beim MeFo fischen ist ja der Owner S61 ja sozusagen Standard und findet sich an meinen Ködern auch wieder. Gibt es hier ein Guten zu nennen und wie viele Größen an Sprengringzangen hast du? Ich bin nun bei 3….

  • Super Artikel! Auch für erfahrene Angler eine schöne Zusammenfassung und für Beginner ein super Einstieg. Bitte mehr davon. Herzlichen Dank

  • Das Problem mit der Zeit und junger Familienvater, bin zur gleichen Erkenntnis gekommen.
    Nicht zu aufwendig fischen, muss auch einfach funktionieren.

  • Hey,

    danke für diesen kleinen Bericht, das macht mir doch Hoffnung, dass ich mit meiner recht weichen Rute (SG MPP Softlure, 251cm, 7-23g) doch den ein oder anderen Crank werfen und einkurbeln kann.
    Hatte bis jetzt immer das Gefühl, dass weiche Ruten da eher hinderlich sind.
    Das wird beim nächsten Tag am Kanal direkt mal ausprobiert!
    Auf Gummi geht dort gefühlt gerade nicht…

    Schönen Gruß und hoffentlich viele weitere solcher Beiträge
    Chris

    • Hallo Christopher,

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      Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für Deine Beteiligung!

      Petri!
      Patrick

  • Hi Dennis,

    zuerst super Bericht Danke dafür ! Mit den Bauchdrillingen an kleinen Wobblern geb ich dir vollkommen recht hab Sie bei all meinen kleinen Wobblern entfernt und hatte selbst bei einem 65 Hecht kein Problem in zu haken und zu drillen 😉

    Grüsse
    Raffa

  • Hallo Dennis,

    eigentlich bin ich kein Wobblerfan, fuchse mich derzeit aber in die Sache rein, da mir eher zufällig ein Crankbait in die Hände gefallen ist, der mir tatsächlich gefällt.
    ergänzend kann ich nur sagen, dass das Heben und Senken der Rutenspitze auch für Abwechslung genutzt werden sollte. Damit kann ich irgendwie in unseren stark befischten Gewässern Bisse provozieren.
    Ansonsten vielen Dank!

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