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VORSICHT! Suchtgefahr Oberflächenangelei!

Popper und Stickbaits

Erfolgreich über’s Gestrüp

von Dennis Siever

So kommt Ihr mit Oberflächenköder über Seerosenfelder und in den Genuß eines Oberflächeneinschlags, der sich gewaschen hat.

Während ich diese Zeilen hier schreibe, ist der Juni bereits zur Hälfte vorbei. Wer jetzt ans Wasser geht, wird die ersten Seerosen bereits aus dem Wasser ragen sehen und die ersten Krautfelder erkennen können und das schreit nach Oberflächenangelei.

Bis September wird das Gestrüpp unter und über Wasser nicht weniger, was uns Angler teilweise zur Verzweiflung treibt. Wer kennt es nicht, das ewige Entfernen lästigen Grünzeugs vom Haken und vom Wirbel. Natürlich gibt es zahlreiche Methoden, seine Köder beim Spinnfischen (z.B. Gummifische beim so genannten softjerken) möglichst frei von Hängern und ohne Kraut am Haken zu präsentieren. Die für mich in diesem Fall erfolgreichste und zugleich spannendste Angelei ist das Angeln mit Oberflächenködern.

Oberflächenangelei Meiner Meinung nach gibt es keine geileren Bisse, als die von gierigen Räubern, die sich an der Oberfläche wie aus dem Nichts, plötzlich und unerwartet auf einen Köder stürzen. Einen Haken an der Sache gibt es aber – im Vergleich zu anderen Angelarten gibt es relativ häufig Fehlbisse. Die meisten Angler, die in die Oberflächenangelei einsteigen, setzen bei einer Attacke reflexartig einen Anhieb. Allerdings sollte der Anhieb eher mit einer minimalen Verzögerung und wenn die Schnur sich strafft gesetzt werden.

Bleibt ein Räuber nicht direkt hängen, lohnt es sich, den Köder trotzdem konzentriert und konsequent bis zum Ende einzuholen. Manche Fische sind so aggressiv, dass der erste Fehlversuch sie nicht davor abschreckt, noch einmal zuzupacken. Auch wenn diese Art des Angelns hin und wieder zu Fehlbissen (und somit zu mancher Frustration) führt, so hat sie auch den Vorteil, dass wir die Aktivität der Fische mit bloßem Auge erkennen können. Während wir uns bei anderen Köderarten hin und wieder fragen, ob wir jetzt einen Biss hatten oder nicht, so ist es beim Angeln an der Oberfläche ganz offensichtlich.

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In der Oberflächenangelei ist nicht jeder Oberflächenköder gleich. Es gibt Stickbaits, Popper, Splashbaits, Frogs und so weiter. Die Übersetzung dieser englischen Begriffe verraten uns schon einiges über die Eigenschaften dieser Unterarten an Oberflächenködern.

Wer jetzt in den frühen Abend- und Morgenstunden unterwegs ist, wird vor allem an Seen und Teichen das Gequake unzähliger Frösche hören. Das Froschimitate (z.B. an einer Seerosenfeld- Kante serviert) die erste Wahl sind, versteht sich von selbst. Hechte und Barsche stehen drauf.

OberflächenangeleiUm aber sowohl im Still- als auch im Fließwasser mit dem Angeln an der Oberfläche einzusteigen, empfehle ich Euch so genannte Stickbaits, die auf den ersten Blick an einen Twitchbait erinnern, aber keine Tauchschaufel haben und die ihr Laufverhalten nicht einfach durch bloßes Einkurbeln zeigen. Die meisten Stickbaits laufen idealerweise im so genannten „walk-the-dog“- Stil. Auf Deutsch könnte man diesen Lauf vielleicht auch „Zick-Zack“-Lauf nennen – der Köder bricht in engen Bahnen rechts und links aus.

Um den Köder richtig präsentieren zu können, benötigen wir eine kurze (max. 2,10m), knackige und schnelle Rute, die härtere und weichere Schläge optimal zum Köder überträgt. Bei längeren Ruten geht zu viel Energie der Schläge aus unserem Handgelenk verloren. Bei Stickbaits ist meiner Meinung nach eine kontinuierliche Führung gefragt. Zwischendurch kann man immer wieder mal Pausen einlegen. Es empfiehlt sich, mit der Rutenspitze während des Einholens leicht aus dem Handgelenk „zu rühren“.

Eine weitere Köderform, die sich für den Einstieg anbietet, ist der so genannte Popper, der mit Hilfe eines speziellen Mauls Luftblasen bildet und ein hörbares „Plopp“ erzeugt. Die Lautstärke des „Plopps“ hängt davon ab, wie aggressiv wir den Köder übers Wasser schlagen. Ähnlich laufen übrigens auch Splashbaits, die allerdings weniger „Plopps“ erzeugen, aber dafür das Wasser zum Spritzen bringen.

Was die optimale Köderfarbe angeht, so achte ich besonders auf zwei Dinge. Zum einen sollte der Köder einem Beutefisch ähnlichsehen, weshalb ich vor allem silberfarbene Köder in meiner Box habe und zum anderen sollte der Köder zur Farbe des Himmels einen gewissen Kontrast bilden, sodass die untenstehenden Räuber ihre Beute schnell entdecken können. Köder mit auffälligen Schockfarben verwende ich eher in Kaffeebraunen und äußerst trüben Gewässern.

Bei der Auswahl unserer kurzen Ruten sollten wir neben dem Wurfgewicht für die entsprechenden Köder vor allem die Aktion im Drill dem jeweiligen Zielfisch anpassen. Während beispielsweise die Rute für die Köderführung beim Barschangeln mit Oberflächenködern eher knackig sein sollte, so sollte die Rute im Drill nicht zu straff sein, da der Fisch so leichter ausschlitzen kann.

Als Rolle eignen sich sowohl Stationär- als auch Baitcastrollen. Ich persönlich stehe eher auf die klassische Stationärrolle. Vor allem beim temporeichen Angeln auf Rapfen empfiehlt es sich, eine Rolle mit hoher Übersetzung zu wählen.

Oberflächenangelei Was die Vorfachfrage angeht, so scheiden sich bei der Oberflächenangelei die Geister. Wer mit Hechten rechnen muss, kommt um ein Titan- oder Stahlvorfach nicht herum. Da sich ein Köder mit seinen Drillingen gerne mal im Vorfach vertüddelt, bietet sich hier eher ein knicksicheres Titanvorfach an, da ein Stahlvorfach in diesem Fall zu Locken neigt. Generell sollten die verwendeten Komponenten (Vorfach, Wirbel und Einhänger) nicht zu schwer ausfallen, da dies sich vor allem bei kleineren Ködern negativ auf das Laufverhalten auswirkt und der Köder unter Umständen sogar sinkt. Da mir Titan persönlich zu steif ist, setze ich dennoch auf Stahl – an nahezu hechtfreien Gewässern wie dem Rhein im Ruhrpott auch auf Fluorocarbon.

Am besten probiert ihr es in den nächsten Tagen und Wochen selbst aus. Die Chancen, einen Räuber aus dem Kraut zu kitzeln oder einen Hochgeschwindigkeits-Rapfen von der Strömungskante zu pflücken stehen im Moment besonders gut. Wenn es dann auch noch klappt, besteht vor allem eines: Suchtgefahr!

 

 

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Kommentare

  • Wie recht er hat bei uns ist seid Ende der Schonzeit das Kraut extrem und da ich ein Angel Neuling bin und erst seid 2 Jahren Angel dachte ich mir es muss doch eine Alternative zum Gummi oder Wobbler geben ich habe Krautblinker probiert ohne Erfolg und mir auch zu langweilig? dann habe ich vom Frosch gehört und zwar von Bronzeye Frog von Spro und vom Supernato von Molix und das brachte mir dann richtig Erfolg 92 cm Hecht Mutti ging mir an die Stribbe und es war ein wir der Kollege geschrieben hat ein brutaler Einschlag. Als wirklich ein echt guter Beitrag den er geschrieben hat sollten wirklich alle begeistern Raubfischangler mal ausprobieren?? Oberflächenangeln ist zwar eine Übungssache aber die Bisse live zu sehen das ist Gänsehaut feeling?

  • Dem stimme ich voll und ganz zu! Es ist einfach immer wieder spannend wenn man auf den Biss wartet und es dann knallt! Umso aergerlicher finde ich die vielen Fehlbisse..man wartet nach dem knall auf das Rucken in der Ruter und dann sieht man den Köder weiterhin fröhlich Rumtreiben 😀
    Aber genau das ist der nervenkitzel und deswegen steh ich auf das Angeln mit Popper, Stickbates und co.

  • Die Tage werden heißer und länger, der Sommer ist da und damit gedeiht auch fleißig weiterhin die Unterwasserweld. Schön sind sie anzuschauen die blühenden Seerosen und bieten die Möglichkeit hier einen Köder Topwater anzubieten. Ich persönlich fische sehr gerne Frösche bspw. von Spro, zusätzlich ausgerüstet mit einem Spinnerblatt als weiteren Reizauslöser. Es ist eine spielerisches Angeln Frösche lebensecht von Seerosenblatt zu Blatt springen zu lassen. Ja es macht süchtig und die Bisse sind wie oben schon erwähnt wirklich beeindruckend intensiv.

    • Hallo Nicole,

      Du bist einer der drei glücklichen Gewinner in diesem Monat und bekommst “Köder für Kommentare”. Das bedeutet, Du hast ein exklusives Paket bestehend aus einem Wobbler, sowie zwei Gummifischen, einem speziellen Zusatzköder sowie Aufkleber für Deine Tacklebox gewonnen.

      Sende uns doch bitte Deine Adresse an hallo@myfishingbox.com damit wir dir deinen Gewinn zusenden können.

      Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für Deine Beteiligung!

      Petri!
      Patrick

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