Raubfisch Zielfisch

Wobblerangeln auf Hecht

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Morgens 05:00 Uhr,…

…der Wecker klingelt. Während die Sonne schon am Horizont zu sehen ist, genießen Felix und ich den schönen Blick auf den spiegelnden See. Wir sind in Schweden, irgendwo zwischen Dalhem und Hycklinge und besprechen am frühen Morgen die Pläne für den Tag. Nach kurzem Austausch steht fest: Unser heutiger Zielfisch Nummer Eins: Großhecht!

Ködertasche auf die Schulter, Angel in die Hand und ab zum See. Kaum in das Boot eingestiegen Paddeln wir erstmal auf unseren Hotspot zu, wohlwissen nun überlegen zu müssen, welche Köder wir nun dafür verwenden. Eine Option, für die wir uns letztendlich dann auch entschieden haben, ist der gute alte Wobbler. Aber welcher ist hierfür der richtige?
Es gibt kleine und große Wobbler, Tiefläufer und Flachläufer, Neonfarben oder Naturfarben. Im Grunde sollte man aber in erster Linie die Verhältnisse überprüfen. Hierzu zählt unter anderem das Gewässer, also die Tiefe, die Größe und auch die Temperatur. Hechte mögen es eher kühl. D.h. also, dass wir kurz nach der Laichzeit, also nicht lang nach dem Winter, auch an der Wasseroberfläche bzw. auch im flachen auf die Jagd nach Hechten gehen können. Im Sommer hingegen sollten wir die Hechte in der Tiefe begegnen, da die Sonne das flache Gewässer gut erwärmt.

Natürlich spielt das Wetter mit auch eine Rolle.

Die Räuber wollen es sehr dunkel um sich herum haben um ihrer Beute möglichst unbemerkt auf die Schliche zu kommen und zuschlagen zu können. Dies bedeutet für uns als Angler, dass wir bedeckte Tage zum Hechtangeln ausnutzen sollten, um die Hechte mit einem Flachläufer zu locken. Die Dämmerung verstärkt den Jagdtrieb des Hechts im flachen Gewässer zusätzlich. Sollte die Sonne scheinen, haben die tieflaufenden Wobbler eine größere Wirkung.
Doch wo stehen die Hechte denn überhaupt? Wir sind uns einig: Kommt ganz auf den See an. An dem See, an welchem wir angeln, finden wir nahezu kein Kraut. Kraut ist allerdings ein super versteck für die Räuber. Mit einem Flachläufer knapp unter der Wasseroberfläche über dem Kraut ist der Wobbler die perfekte Beute. Wir haben in unserem See dafür Seerosen. Diese ähneln der Funktion des Krauts für die Hechte. Hier werfen wir je nach Bedingungen Tief- oder Flachläufer raus und ziehen diese den Seerosen entlang und locken so die Raubtiere aus den tiefsten Wäldern der Seerosen heraus. Buchten haben sich ebenfalls als super Gebiete für Hechte erwiesen.
Zur Farbe und Größe der Wobbler, geschweige denn der richtigen Aktion konnten wir bisher keine Feststellungen treffen. Weder haben bestimmte Hechte auf bestimmte Farben und Formen noch auf bestimmt Größen gebissen. Konkret gesagt heißt das: Der kleinste Wobbler kann auch den größten Hecht locken.
Der Wobbler wird von uns auch sehr gerne als Köder zum Schleppen verwendet. Dafür verwenden wir gerne eher leichtere und kleinere Tiefläufer, da wir gerne auch mal quer durch den See schleppen. Hierbei ist an den Angelspitzen meist schön zu sehen, wie der Köder läuft.

Ich hoffe, wir konnten euch ein paar Einblicke in unsere Erfahrungen zum Angeln mit Wobblern geben. Unten seht ihr noch ein paar Impressionen, welche uns unterschiedlichste Wobbler beschert haben.

Perti Heil und Gruß

Dennis

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Kommentare

  • Hallo! Vielen Dank für eure positiven Rückmeldung. Sobald ich die Zeit finde, werde ich wieder sehr gerne einen Beitrag verfassen!
    Großes Lob an MyFishing.News für diesen Blog, finde ich eine sehr gute Idee!

    Viele Grüße
    Dennis

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